Unsere Partnergemeinde

 

Martins-Gemeinde in Magdeburg / Alte Neustadt

Das nächste Treffen findet von 09. - 11. Oktober 2015 in Wiesbaden statt

Geschichte der Partnerschaft:

Seit vielen Jahren verbindet die Martins - Gemeinde in der Magdeburger Alten Neustadt und unsere Gemeinde eine Partnerschaft, die diesen Namen wirklich verdient.

War es zu DDR-Zeiten wohl eher eine "Patenschaft" der westdeutschen für die ostdeutschen Geschwister, verbindet uns nunmehr eine gleichberechtigte Beziehung, die allen Beteiligten schon interessante, erfüllende Begegnungen gebracht hat.

Anfang der 60er Jahre gab es erste Kontakte zwischen beiden Gemeinden, die sich allerdings im Wesentlichen auf Carepaket - Aktionen der Westdeutschen für die Magdeburger beschränkten. Nach einer gewissen Zeit der praktisch ruhenden Kontakte wurde die Patengemeinde - Arbeit mit einem ersten Besuch von Wiesbadenern Gemeindegliedern 1974 / 1975 wieder auf eine vernünftige und stabile Basis gestellt.

Zu DDR - Zeiten wurden die Besuche als "privat" deklariert und mussten lange vorher bei den Behörden beantragt werden. Grenzkontrollen gehörten damals selbstverständlich dazu. Ein damals mitgebrachter Teppich liegt wohl noch immer im Altarbereich der Martinsgemeinde und über das Spielzeug freuten sich die Kinder im dortigen Gemeinde - Kindergarten.

Zur 75-Jahrfeier unserer Kirche, 1980, war dann erstmals eine Gruppe aus Magdeburg hier zu Besuch, natürlich nur die Rentner, die damals in den Westen fahren durften.

Nach der Wende vom Herbst 1989 kamen 1990 auch jüngere Magdeburger Gemeindeglieder zu Besuch nach Biebrich.

Seitdem gab es praktisch jedes Jahr ein Treffen, mal in Magdeburg, mal in Wiesbaden und mal "auf halbem Wege", z.B. in Eisenach oder in Erfurt oder in der Begegnungsstätte Schönburg bei Naumburg.

Diese Treffen dienen der gegenseitigen Inspiration und Austausches, aber auch des gegenseitigen Verstehens und Tragens im Gebet.

Wir wünschen, dass künftig mehr Mitglieder unserer Gemeinde an den Treffen teilnehmen und die Partnerschaft aktiv mit gestalten.

Nach einem Aufsatz von Dr. Beate Hansen aus der Festschrift zum 100 - jährigen Jubiläum der Oranier-Gedächtnis-Kirche

 

Hier ein Bericht vom letzten Treffen 2014 in Magdeburg:

Dank für bereichernde gemeinsame Stunden

Treffen der Partnergemeinde Oranier-Gedächtnis-Kirchengemeinde und Martinsgemeinde in Magdeburg

Ja, dankbar können wir sein für die schönen Stunden, de wir im Rahmen unserer Gemeindepartnerschaft wieder einmal erleben durften. Von 3.-5. Oktober waren diesmal die Wiesbadener zu Gast in Magdeburg. Der Sonntag dieses Wochenendes gab das Thema vor – Erntedank. Wir schauten auf beide Teile des Wortes.

Wofür danken wir, danken wir genug? Sind wir uns beim Danken bewusst, dass nicht alles von uns abhängt, dass wir nicht alles beeinflussen können – gute wie schlechte Ernte, gute und schlechte Zeiten im Leben. Mit der Aktion „Danksekunde“ wirbt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau für eine neue Kultur des Dankens, erzählte Pfarrer Martin Roggenkämper.

Über Traditionen des Erntedankes hatten sich Nancy und Jan Wernecke informiert. Diese Traditionen sind so alt wie die Fähigkeit des Menschen, Früchte anzubauen, und sie sind in allen Kulturen präsent. Mit dem Blick auf den Wandel des Ackerbaus, des Lebens auf dem Lande und damit auch auf unsere Ess- und sonstigen Lebensgewohnheiten weiteten wir den Blick über unser Leben hinaus. Gerade war der Living Planet Report 2014 des World Wide Fund for Nature (WWF) erschienen, aus dem Pfarrer Roggenkämper schockierende Details vorlas. Derzeit wirtschaftet die Menschheit so, dass sie eineinhalb Erden verbraucht – und damit die Zukunft unserer Kinder und Enkel aufs Spiel setzt. Mögliche Wege aus dieser Katastrophe, die jeder für sich gehen kann, haben wir diskutiert, auch wenn uns Hinweise wie „weniger fliegen“ oder „energieeffiziente Haushaltsgeräte auswählen“ schon zu langweilen beginnen.

Neben der thematischen Arbeit war natürlich Raum für private Gespräche und Geplauder am Lagerfeuer. Und für ein kleines touristisches Programm: Wir bestiegen den nördlichen Turm des Magdeburger Doms, genossen sowohl den Aufstieg als auch die Aussicht, nachdem wir die 433 Stufen erklommen hatten.

Gemeinsam besuchten wir am Erntedanktag den Kirchspielgottesdienst mit Jubelkonfirmation in der Wallonerkirche, ehe sich die Wiesbadener auf den Weg zurück machten.

Neu verabredet haben wir uns für den 9. bis 11. Oktober 2015 in Wiesbaden.

Dann wollen wir uns mit den vier Evangelisten beschäftigen: Wer sie waren, aus welchem Umfeld heraus sie schrieben. Das wird bestimmt spannend.

Renate Wähnelt und Martin Roggenkämper